Siblinger Berühmtheiten

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Elisabeth Kübler-Ross

Elisabeth Kübler-Ross (* 8. Juli 1926 in Zürich; † 24. August 2004 in Scottsdale, Arizona) war eine schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin. Sie befasste sich mit dem Tod und dem Umgang mit Sterbenden, mit Trauer und Trauerarbeit sowie mit Nahtoderfahrungen und ist eine der Begründerinnen der modernen Sterbeforschung.

Elisabeth Kübler-Ross wurde als Drillingsschwester und Kaufmannstochter 1926 in Zürich geboren. Sie schloss 1957 ihr Medizinstudium an der Universität Zürich ab. Mit ihrem Ehemann Emanuel "Manny" Ross siedelte sie 1958 in die USA über. Nach Aufenthalten in New York und Denver wurde sie 1965 Assistenzprofessorin für Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der University of Chicago. Dort beteiligte sie sich an Seminaren der Klinikseelsorge zur Begleitung Sterbender. Sie verstand sich als intuitive Psychiaterin und ihr Engagement für Sterbende als ihre Berufung.

Weitere Informationen finden Sie unter Wikipedia

Jakob Keller ehem. Regierungsrat 1847 - 1914

Jakob Keller wurde 1847 geboren. Nach seinem Schulabschluss machte er eine Lehre als Bierbrauer. Er erweiterte seine Berufskenntnisse anschliessend in einer Fachschule für Landwirte und Brauer in Worms. Danach arbeitete er an zahlreichen Orten in Deutschland und Frankreich, bis ihn eine schwere Erkrankung wieder zurück nach Siblingen zog, wo er sich der Landwirtschaft widmete.

Schon bald darauf wurde er in politische Ämter berufen. 1885 wurde er Gemeindepräsident von Siblingen und zugleich Abgeordneter im Grossen Rat. Zehn Jahre darauf, im Jahre 1895, wurde er zum Regierungsrat gewählt.

Mit grossem Erfolg betreute er die Bau-, Forst-, Verkehrs-, Handels- und Gewerbedirektion. Während seiner Amtszeit fand ein entscheidender Ausbau des Schaffhauser Verkehrswesens statt.

Sein Anliegen war es, auch die entlegensten Gemeinden verkehrsmässig zu erschliessen. Seinem Einsatz ist es schliesslich zu verdanken, dass die Schienenverbindung zwischen Schaffhausen und Schleitheim zu Stande kam. Eine Verbindung von Schaffhausen nach Donaueschingen scheiterte 1913 an der ablehnenden Haltung des badischen Ministeriums. Während Jahren wirkte Keller als Verwaltungsrat der SBB.

Als weitere herausragende Leistung ist der Ausbau des kantonalen Elektrizitätswerkes zu betrachten. Auch hier versuchte Keller möglichst rasch die Energieversorgung auch an den entlegensten Stellen zu ermöglichen. Ebenfalls war die Salzbohrung, die in Siblingen durchgeführt wurde, ihm zu verdanken.

Sein familiäres Leben war von Schicksalsschlägen überschattet. Seine erste wie auch später seine zweite Frau verlor Jakob Keller jeweils nach kurzen Ehejahren. Von den sieben Kindern erlebten nur drei ihren Vater. Er selbst starb im Amt am 25. Dezember 1914 an einer Herzkrankheit. Heute erinnert ein Gedenkstein im Siblinger Kirchgarten an den ehemaligen Regierungsrat.

Johann Jakob Weber ehem. Verleger 1803 - 1880

Als Sohn des Siblinger Leinenwebers Hans Conrad Weber, der sich mit seiner Frau in Basel niedergelassen hatte, kam Johann Jakob Keller 1803 dort zur Welt. Nach Abschluss seiner Buchhändlerlehre zog er nach Genf und später nach Paris. Ab 1830 übernahm er in Leipzig die Leitung der Filiale einer französischen Verlagsfirma. Nach dem Vorbild des englischen "Penny Magazin“ gab Weber drei Jahre später ein eigenes Magazin mit dem Titel "Das Pfennig Magazin“ heraus, dessen Inhalt reichlich mit Holzschnittillustrationen versehen war. Damit gelang ihm ein grosser Durchbruch, denn nach einem halben Jahr hatte er für sein Magazin bereits 60 000 Abonnenten.

1834 machte sich Weber selbständig und rief unter seinem Namen eine eigene Verlagsfirma ins Leben. Seine Leidenschaft war die schöne Ausstattung der Buchtexte mit Illustrationen. Als Nachfolgeorgan des "Pfennig Magazin“ gründete er 1843 die "Illustrierte Zeitung“ die sich nach kurzer Zeit zu einem Weltjournal entwickelte.

Indem Weber den Typus der modernen bebilderten Zeitschrift schuf, wirkte er bahnbrechend in einem Zweig der Publizistik, dem dank der Fotografie und dem technischen Fortschritt eine gewaltige Entwicklung bevorstand. Das neue Blatt nahm einen steten Aufschwung, wie bereits sein Vorgänger. In allen wichtigen Weltstätten und auf allen Kriegsplätzen hatte er seine Korrespondenten und Zeichner. Besondere Sorgfalt liess er der Berichterstattung aus seinem Heimatland zukommen. Neben der "Illustrierten Zeitung“ entstand ein ausserordentlich breit gefächertes Verlagsprogramm von prächtigen illustrierten Werken.

Am öffentlichen Leben beteiligte er sich kaum. Einzig den Ehrenposten eines schweizerischen Konsuls für das Königreich Sachsen nahm er 1867 an. Aus der glücklichen Ehe mit seiner Frau, Mariette Adrien, kamen drei Söhne zur Welt, welche das Verlagshaus nach dem Tode ihres Vaters erfolgreich weiterführten. Johann Jakob Weber gehörte zu jenen Schaffhausern, welche ihren Ruhm ihrer eigenen Anstrengung und Ausdauer zu verdanken haben.

Heute erinnert ein Gedenkstein auf dem Siblinger Friedhof an einen der bedeutendsten Siblinger des 19. Jahrhunderts.