Tettlingen, das gewüstete Randendorf

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Die ersten Siedlungen bestanden lediglich aus Weiler und Höfen. In einer Urkunde aus dem 13. Jahrhundert wird ein Hof namens “ze Detikon“ erwähnt. Der Flurname Tettlingen bezeichnet die Stätte der untergegangenen Siedlung, die einst Tettlinghofen hiess.Bei der Wüstlegung wurde das Land auf die drei Nachbargemeinden Siblingen, Löhningen und Neunkirch aufgeteilt.

Die Ursache für die Wüstlegung ist nicht ganz geklärt, da eindeutige Beweise fehlen. Jedenfalls muss die Wüstlegung planmässig verlaufen sein, da Brandstiftung, kriegerische Auseinandersetzungen und schlechte Bodenbeschaffenheit auszuschliessen sind. Wahrscheinlich hängt der Abgang von Tettlingen mit der Stadtgründung von Neunkirch zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert zusammen. Dies führte zur Verarmung des klettgauischen Siedlungsbildes aber gleichzeitig auch zur Stärkung der überlebenden Dörfer durch Zuzug von Bewohnern des einstigen Tettlingen.

Übersichtsplan mit der Lage Tettlingens